Stuhltransplantation

Stuhltransplantation

2021: Clostridium difficile Infektion: Bei rezidivierender Clostridium difficile Infektion, zum Stuhltransfer / Stuhltransplantation, bitte Termin in der Sprechstunde vereinbaren bzw. Kontaktaufnahme durch den Zuweiser.

2020: Aufgrund der Coronavirus-Pandemie und der unklaren Übertragungswege sind Stuhltransplantationen außerhalb von einer Clostridium difficile Infektion im Moment nicht durchführbar. Regulatorische Oberbehörde zum Stuhltransfer ist das BfArM. Bei Fragen wann Stuhltransplantationen wieder möglich sind, bitte den Internetauftritt des BfArM aufsuchen bzw. beim BfArM nachfragen.

Die Stuhltransplantation ist eine neuere Therapieoption, die insbesondere bei Infektionen mit speziellen Darmkeimen (Clostridium difficile, CDI, Rezidiv, Rekurrenz) zum Einsatz kommt. Bei anderen Indikationen ist die Methode als experimentell anzusehen. Professor Storr ist ein Wegbereiter des Stuhltransfers und hat die Prozedur zur weltweit einzigartigen Starnberger Methode entwickelt. [Link]

Die aktuellste wissenschaftliche Publikation über den Stuhltransfer nach der Starnberger Methode, mit Beleg der überlegenen Wirksamkeit in der Behandlung von Clostridien, finden Sie hier: [LINK]

Im Münchner Merkur wurde über die Stuhltransplantation in Starnberg ausführlich berichtet [Link]. Auch andere Medien berichten über die exzellenten Erfolgsraten der einzigartigen Starnberger Methode des Stuhltransfers [Link].

Den sehr informativen Bericht hierzu finden sie auch im Magazin Focus  [Link].

Unsere Erfahrungen zum Reizdarm wurden unter anderem in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift veröffentlicht. [Link] Unsere Erfahrungen zur Clostridieninfektion wurden unter anderem im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht. [Link]

Aktuelle Berichte finden sie auch unter den folgenden Links. [Link] [Link] [Link]

DMW-Link

Weitere Informationen finden Sie hier: HIER KLICKEN

Neues zum Mikrobiom: Stuhltransplantation bei Clostridioides difficile (Pressemitteilung 6/2021)

Clostridioides difficile (früher: Clostridium difficile) ist ein fakultativ pathogener Keim, der vor allem bei immungeschwächten Menschen ein schweres Krankheitsbild mit lebensbedrohlichem Verlauf verursachen kann. Bei der schweren Verlaufsform kommt es zu einer akuten Darmentzündung mit schleimig-blutigen Durchfällen die aufgrund der Menge zur Exsikkose (Austrocknung) und weiteren medizinischen Problemen führen kann. Eine Stuhltransplantation ist dabei eine mögliche Behandlung.

Aktuelle Situation:

Die Behandlung erfolgt je nach Schweregrad mit spezifischen Antibiotika wie Metronidazol, Vancomycin oder Fidaxomicin, in Einzelfällen auch in Kombination mit dem Toxin-Antikörper Bezlotoxumab. In ca. 25% der Fälle kommt es nach Beendigung der Therapie zu einem Rezidiv der Infektion, so dass erneut mit einem Antibiotikum behandelt werden muss. Bei multiplen Rezidiven (ab > 2tem Rezidiv) sehen Behandlungsleitlinien einen fäkalen Mikrobiom-Transfer (Stuhltransplantation) vor.

Was ist neu?

Die Therapieerfolge unterscheiden sich beim Mikrobiomtransfer je nach gewählter Methode sehr stark. In Deutschland werden Mikrobiomtransfers im Mikrotrans-Register erfasst um mögliche Nebenwirkungen und Therapieerfolge besser beurteilen zu können. Eine aktuell publizierte Analyse aus der Mikrobiom-Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Martin Storr berichtet nun an einem großen Kollektiv, dass der neu entwickelte bidirektionale Mikrobiomtransfer mit 100% Therapieerfolg, nach 30 und 90 Tagen, verglichen zu den monodirektionalen Techniken (62,5%/59,4% (Tag 30)-81,3% (Tag 90) Therapieerfolg) und den verkapselten oralen Techniken (78,1% (Tag 30)/71,9% (Tag 90) Therapieerfolg) mit einer deutlich erhöhten Erfolgswahrscheinlichkeit, sowohl für den kurz- als auch für den langfristigen Therapieerfolg, assoziiert ist. Die Originalpublikation der Studie ist im Fachjournal Digestive and Liver Disease (Jahrgang 53; 2021; Seiten 706-711; Elsevier Verlag) erschienen.

Perspektive:

Der neu entwickelte bidirektionale Mikrobiomtransfer ermöglicht mit geringem technischen Mehraufwand eine deutliche Verbesserung des Heilungserfolgs bei Clostridioides difficile Infektion und hat dadurch das Potential zur Standardmethode zu werden.

Link zur aktuellen Publikation:

https://www.dldjournalonline.com/action/showPdf?pii=S1590-8658%2821%2900090-6

weitere Publikationen der Arbeitsgruppe Microtrans-Register:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6545715/pdf/10.1177_2050640619839918.pdf

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5963490/pdf/Dtsch_Arztebl_Int-113-0583.pdf

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